Freitag, 13. Mai 2005

"Die Erste unter den Ersten"

Ein Abend für Elise Richter in der Wiener Stadt und Landesbibliothek

Einladung zur Veranstaltung am 12. Mai WSTLB. Das Bild zeigt Elise Richter als junge Frau und wurde ihrem Studienbuch entnommenDie Wiener Stadt- und Landesbibliothek und das Institut für Romanistik der Universität Wien veranstalteten am 12. Mai 2005 unter dem Titel „Unter den Ersten die Erste“ einen Abend für Elise Richter (1865-1943), der ersten und einzigen habilitierten Frau der K. u. K. – Monarchie. In mehreren Vorträgen begaben sich Sylvia Mattl-Wurm und Julia Danielczyk von der Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Robert Tanzmeister und Thierry Elsen vom Institut für Romanistik, sowie die Schriftstellerin und studierte Romanistin Marie-Thérèse Kerschbaumer auf eine Spurensuche der besonderen Art. Sylvia Mattl-Wurm begrüßte als Gastgeberin das Publikum und skizzierte das Leben der Jubilarin Elise Richter (die ebenfalls ihren 140. Geburtstag feiern würde). Robert Tanzmeister verwies in seinem Referat auf die Schwierigkeiten, die Elise Richter auf ihrem Universitätscurriculum begegneten und skizzierte anhand einiger prägnanter Zitate die allgemeinen Widerstände gegen weibliche Studierende im Allgemeinen und Universitätslehrerinnen im Besonderen. Thierry Elsen nahm einen Vergleich zwischen den Biografien der Romanisten Viktor Klemperer und Elise Richter vor und konzentrierte sich dabei auf das Tagebuch der beiden Persönlichkeiten. Julia Danielczyk vervollständigte die vorhergehenden Überlegungen mit einigen Bemerkungen zum Nachlass von Elise und Helene Richter. In diesem Zusammenhang verwies sie auf die Provenienz der Bestände und die Wichtigkeit wissenschaftlicher Nachlässe für die (Frauen)forschung.

Die Autorin Marie-Thérèse Kerschbaumer rundete die Vorträge mit einer kurzen Lesung aus „Der weibliche Name des Widerstands“ ab. In diesem Zusammenhang verwies sie auf ihre eigenen Erfahrungen mit dem Namen Elise Richter am Institut für Romanistik und betonte, dass mit den Schwestern Richter „eine hochbetagte Elite aus Wien weggenommen wurde“. Elise und Helene Richter wurden nach Theresienstadt deportiert und überlebten das KZ nicht.

Im Anschluss an die Vorträge hatte das Publikum die Möglichkeit eine kleine Vitrinenausstellung mit Exponaten aus dem Nachlass und begleitender Lektüre zu betrachten. Die Vitrine ist noch bis Ende Juni im Katalogsaal der Wiener Stadt- und Landesbibliothek zu sehen.


Die Bilder zur Veranstaltung in der WSTLB

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